Intro
Um für Webseiten individuelle und ansprechende Bilder zu erhalten, bleibt einem meist nichts anderes übrig, sie in Internet-Archiven zu suchen, sie bei einem professionellen Bilderdienst zu kaufen – oder sie selbst anzufertigen. Das Letztere ist sicher für all diejenigen am spannendsten, die willens sind, sich mit der Foto-Technik in Theorie und Praxis und mit dem fast unüberschaubaren Geräte-Angebot auf dem Markt auseinander zu setzen.
Da ich seinerzeit nicht nur Bilder sondern auch Videos einsetzen wollte, lag es nahe, mir eine digitale Videokamera mit guten Foto-Eigenschaften anzuschaffen. Meine Wahl fiel daher auf die Sony DCR TRV-725. Laut Testbericht sollte sie in fast allen Bereichen eine gute Figur machen und obendrein für die gebotenen Leistungen noch recht günstig sein. Zum Glück haben sich für mich diese Aussagen in der Praxis bestätigt: Zuverlässiger Betrieb, ausgezeichnete Videoqualität und ansprechende Bilder in einer für heutige Verhältnisse sicher mageren 1 Megapixel-Auflösung. Aber mit einem entsprechenden Programm (z.B. Fireworks) kann man auch mit dieser Kamera brauchbare Bilder anfertigen. Bei der Bildgröße musste sicher ein Kompromiss hinsichtlich der Qualität eingegangen werden.
Der einzige Nachteil (neben der geringen Auflösung) war allerdings der, dass diese Kamera nicht “mal eben” in die Jackentasche gesteckt werden konnte, weil ihre Maße zwar für eine Videokamera als handlich zu bezeichnen waren – aber für die Hosentasche war sie definitiv zu gross.
Ich beschloss mir zusätzlich eine reine Digitalkamera zuzulegen und wurden nach einiger Recherche im Internet auf die Olympus Camedia C50-Z aufmerksam. Dieses überaus kompakte aber trotzdem komfortabel zu bedienende Kamera, zeichnet sich durch gute Bilder, ein stabiles und schickes Metall-Gehäuse sowie einem für eine 5-Megapixel sehr moderaten Preis aus. Leider war die im Lieferumfang enthaltene xD-Speicherkarte mit ihren 32MB viel zu knapp bemessen.
Die ersten Probeaufnahmen unter verschiedensten Bedingungen waren schnell im Kasten und haben mich (damals) durchaus überzeugen können. Der Ausdruck der in den beiden Hi-Quality-Modi erzeugten Bilder auf einem passenden Tintenstrahl-Drucker (z.B. Canon 850i) unter Verwendung von gutem Fotopapier, ist schon nicht schlecht.
Es dauerte allerdings nicht allzu lange, und die Erinnerung an die Fähigkeiten von SLR-Kameras kam zurück. Mit Pentax, Praktika und Voigtländer begann es in den 70ern und (nicht lange gefackelt) es folgte der Einstieg in die Digital-Fotografie mit SLR-Technik in Form einer Canon EOS 350D.
» Equipment
Nachdem eine Weile mit der Canon EOS-350D und dem Kit-Objektiv gearbeitet wurde, folgte eine Aufrüstung in Form des 17-40/f4 L USM und des 70-200/f2.8 L Objektivs. Der Unterschied zum Kit-Objektiv war deutlich. Die nachfolgende Anschaffung einer 400D (u.a. wegen dem größeren Back-Display) und der Verkauf der 350D erfolgten kurze Zeit später. Allerdings sollte auch das nur ein Zwischenschritt gewesen sein, denn irgendwie vermisste ich auch an dieser Kamera ‘irgendetwas’.
Die 400D nutzt mittlerweile jemand anderes (mit dem leichten DC 55-200 Objektiv von Sigma) und mir blieb nichts anderes übrig, als mich nach einer Neuen (Kamera!) umzusehen.
Eine Vollformat sollte es diesmal werden und preislich war die Canon EOS-5D die einzige, die da in Frage kam. Ups, was für ein Sucherbild: Groß und hell und die Objektive hatten auch wieder ihre richtigen Bildwinkel. Diese Kamera hatte das von mir Vermisste. Das 17-40 war wieder ein Weitwinkel und das 70-200 passte wieder für Portrait – allerdings fehlte oben herum jetzt was. Dem musste abgeholfen werden und so kamen mit der Zeit ein paar Objektive dazu.
Abgerundet wird der ‘Werkzeug-Satz’ mit nützlichem Zubehör wie Blitz (580EX), Extender, Zwischenringen und all den weiteren Kleinteilen, die man halt so braucht. Ganz wichtig: Vernünftiges Dreibein-Stativ nebst praktisch zu verstellendem Kopf und eventuell was Leichtes für unterwegs. Patentlösungen gibt es meines Erachtens keine, denn früher oder später wird man merken, ob man einerseits zu sehr gespart hat und andererseits, welche Sachen man eigentlich garnicht braucht.
Weihnachten wäre ohne Geschenke nicht Weihnachten und wer weiss am besten – wenn nicht man selber – was einem da so zusagt: Von der 5D MarkII konnte ich die Finger nicht lassen und ich muss sagen, dass das schon ein wahrlich ordentliches Stück Technik ist. Ich fürchte, wenn sich die Gelegenheiten ergeben, dann wird der Sensor heiss geknipst oder sogar (man glaubt es kaum) gefilmt! Mittlerweile wurde die ältere 5D durch eine 7D ersetzt und diese durch eine 1D Mark IV – jetzt ist erstmal Schluss…
Ist das Wetter mal mies (das ist m.E. viel zu häufig der Fall), dann wäre es praktisch, man hätte etwas Fläche für die Indoor-Fotografie. Ausreichend Fläche war da, nun ging es ans Ausstatten. Viel Handarbeit und Improvisation war angesagt und nach einigen Fehlversuchen (Erfahrungen) und reichlich Umbauarbeiten war dann letztendlich doch ein ‘Bereich’ vorhanden, in dem sich ganz gut arbeiten liess.
